Geographische Gesundheitsforschung (GGF)

Die Medizinischen Geographie/Gesundheitsgeographie fungiert seit vielen Jahren nicht nur als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Medizin, Public Health und Geographie, sondern auch als verbindende und vermittelnde Querschnittsdisziplin intradisziplinär zwischen Human- und Physischer Geographie. Unsere Schriftenreihe Geographische Gesundheitsforschung (GGF) bietet dem Thema, das inzwischen auch im deutschsprachigen Raum stetig wachsende Beachtung erfährt, einen markanten Publikationsort. Qualitätsvolle Arbeiten aus den verschiedenen Bereichen der Medizinischen Geographie/Gesundheitsgeographie finden in der Reihe GGF zusammen. Neben krankheitsökologischen Studien werden raumbezogene Aspekte der Gesundheitsversorgung, Gesundheit und Entwicklung, Manifestationen der kulturellen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit, von Saluto- und Pathogenese behandelt. Als markantes Merkmal wird die Berücksichtigung der geographischen Dimension, sei es als euklidischer Raumcontainer oder als bedeutungsgeladener Ort, die zukünftigen Themen der Schriftenreihe deutlich erkennbar verbinden.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich die GGF rasch zu einem von ambitionierten Autoren ebenso wie von einer aufmerksamen und engagierten Leserschaft beachteten und geschätzten Printmedium innerhalb und außerhalb der Gesundheitsgeographie entwickeln kann.

Thomas Kistemann, Bonn
Jürgen Schweikart, Berlin

 

bereits erschienene Titel

Band 5

Sebastian Völker, 2020

Stadtblaue Gesundheit
Aspekte menschlichen Wohlbefindens an urbanen
Gewässern

ISBN 978-3-8440-7783-4, Deutsch, Paperback, 340 Seiten, 17 x 24 cm, 507 g, 52 Abbildungen, 39,80 €

Zusammenfassung:

Aquatische (blaue) Landschaften dienen dem Menschen schon seit Jahrhunderten als Gesundheitsressource, jedoch hat sich dieser Landschaftstyp erst in den vergangenen Jahren zu einem Thema der Gesundheitsforschung entwickelt. Während im städtischen Umfeld Wasser als wichtiges Gestaltungselement integriert („Stadtblau“) wird, sind seine gesundheitlichen Wirkungen bisher nur wenig erforscht.

Das vorliegende Buch konzeptualisiert und analysiert umfassend die Komplexität  menschlicher Interaktion mit Stadtblau. Unter Anwendung geographischer, soziologischer und psychologischer Forschungsmethoden wird ein interdisziplinäres, multi-dimensionales Abbild gesundheitswirksamer Prozesse in stadtblauen Räumen generiert. Ein anschließender qualitativer und quantitativer Vergleich mit Grünräumen kann zusätzlich raumspezifische, gesundheitliche Wirkungen aufdecken.

Die interdisziplinäre, triangulative Herangehensweise des Buches bildet die Grundlage für ein detailliertes Verständnis für die Bedeutung von Stadtblau für die Öffentliche Gesundheit und das menschliche Wohlbefinden.

Die vorliegende Studie liefert hierzu einen Beitrag aus Sicht der geographischen Gesundheitsforschung. Ziel des Vorhabens war es, am Beispiel eines Kläranlageneinzugsgebietes ohne angeschlossenem Krankenhaus, dem zugehörigem Vorfluter sowie dessen von Abwasser unbeeinflussten Oberläufen, die Verbreitung erworbener bakterieller Antibiotika-Resistenzen durch kommunales Abwasser zu analysieren. Untersucht wurden die Krankheitserreger Pseudomonas aeruginosa und Campylobacter spp. und die nicht-pathogenen Gewässerbakterien der Familie Rhodospirillaceae. Versuche zum horizontalen Gentransfer der Umweltisolate und eine Erhebung des Risikoverhaltens der Bevölkerung im Kläranlageneinzugsgebiet bezüglich ihres Entsorgungsverhaltens von Arzneimittel und Therapietreue bei Antibiotikaeinnahme ergänzen den methodischen Dreiklang, der im Sinne sozial-ökologischer Forschung auch die Triangulation der betrachteten Subjekte Umwelt, Mikroorganismen und Mensch spiegelt. Die Ergebnisse der Studienabschnitte münden in einer Risikoabschätzung.


Band 4Band 4

Christiane Schreiber, 2019

Antibiotikaresistenzen in Abwasser und Gewässern
Einträge, Vorkommen, Verbreitung und gesundheitliche Bedeutung antibiotikaresistenter Bakterien in der aquatischen Umwelt

ISBN 978-3-8440-6875-7, Deutsch, Paperback, 334 Seiten, 24,0 x 17,0 cm, 569 g, 39,80 €

Zusammenfassung:

Antibiotika finden in der Humanmedizin und Intensivtierhaltung heute breite Anwendung. Sie gelangen über natürliche Ausscheidung von Mensch und Tier sowie unsachgemäße Entsorgung in die Umwelt. Wichtige Eintragspfade stellen somit Abwasser, Klärschlamm und Gülle dar. Fließgewässer bilden wegen ihrer räumlichen Ausdehnung, ihrer Laufstrecke und Nutzung als Vorfluter für Siedlungsabwasser und Oberflächenabfluss landwirtschaftlich genutzter Flächen das Umweltkompartiment mit der größten Raumwirkung. Mikroorganismen und Bakterien können Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, was zu Problemen bei der medizinischen Behandlung führt. Bislang ist nicht hinreichend geklärt, welche Bedeutung der Eintrag häuslichen Abwassers sowie die Resistenzweitergabe zwischen Organismen für die Entwicklung von Resistenzen in der aquatischen Umwelt haben.

Die vorliegende Studie liefert hierzu einen Beitrag aus Sicht der geographischen Gesundheitsforschung. Ziel des Vorhabens war es, am Beispiel eines Kläranlageneinzugsgebietes ohne angeschlossenem Krankenhaus, dem zugehörigem Vorfluter sowie dessen von Abwasser unbeeinflussten Oberläufen, die Verbreitung erworbener bakterieller Antibiotika-Resistenzen durch kommunales Abwasser zu analysieren. Untersucht wurden die Krankheitserreger Pseudomonas aeruginosa und Campylobacter spp. und die nicht-pathogenen Gewässerbakterien der Familie Rhodospirillaceae. Versuche zum horizontalen Gentransfer der Umweltisolate und eine Erhebung des Risikoverhaltens der Bevölkerung im Kläranlageneinzugsgebiet bezüglich ihres Entsorgungsverhaltens von Arzneimittel und Therapietreue bei Antibiotikaeinnahme ergänzen den methodischen Dreiklang, der im Sinne sozial-ökologischer Forschung auch die Triangulation der betrachteten Subjekte Umwelt, Mikroorganismen und Mensch spiegelt. Die Ergebnisse der Studienabschnitte münden in einer Risikoabschätzung.


Band 3Band 3

Nicole Ueberschär, 2018

Access to and utilization of health care
Spatial disparities of health center utilization in Huye District (Rwanda)

ISBN 978-3-8440-6057-7, Englisch, Paperback, 210 Seiten, 24 x 17 cm, 315 g, 39,80 €

Abstract:

While the access to primary health care services is recognized as an important factor, it is rather their utilization that is contributing to a better health status of the population. Therefore Rwanda puts a lot of effort in the enhancement of the spatial and the financial access to health care services and its utilization. Only few studies have been dealing with the geographical access to health care in Rwanda. Until now the administrative boundaries of the sectors are considered as catchment areas of health centers but available data give the impression that not all patients follow this presetting.

The present study was conducted with the scope to contribute to the discussion of analyzing access and utilization in the context of the geographies of health. The main objectives of this study have been to determine the actual catchment areas of health centers in Huye District (Southern Province, Rwanda) and to test different approaches for an improved estimation of catchment areas. To identify the actual catchment areas, utilization data of health centers was analyzed and used for the validation of the different approaches. The comparison of different methods used in the GIS will add to a better understanding of their application. Additionally the study hopes to contribute to the general health care improvement process in Rwanda.


Titel Band 2Band 2

Sophia Wanjiku Githinji, 2017

Human Ecology of Malaria in Kenya
A case study of Kisii Highlands

ISBN 978-3-8440-4958-9, Englisch, Paperback, 166 Seiten, 24,0 x 17,0 cm, 299 g, 39 Abbildungen, 35,80 €

Abstract:

Malaria uses almost half of the clinical services in Africa, making its control one of the most important challenges in global public health. Interventions such as the use of insecticide treated nets (ITNs) for people at risk; appropriate antimalarial drugs for people with probable or confirmed malaria and indoor residual spraying (IRS) of insecticides have been at the forefront of global efforts to control the disease. While these measures are important, proven environmental measures that succeeded in eradicating malaria vectors in vast parts of Europe and the Americas in the early 20th century and even in some parts of Africa are largely lacking.

This study examined the associations of malaria incidences with micro-ecological, socio-demographic and behavioural aspects in a rural highland epidemic-prone zone in south western Kenya. Location of houses on flat swampy areas, staying outdoors at night, presence of oxen in the compound, sleeping in a house with open eaves and family size greater than four people were significantly associated with increased risk of malaria. On the other hand, having sufficient food supplies throughout the year and keeping medicine at home were significantly associated with reduced risk of malaria. These findings point to the need for holistic approaches that draw connections between behavioural, socioeconomic and micro-ecological factors in malaria control.


Band 1Band 1

Andrea Rechenburg, 2016

Vorkommen von Campylobacter spp. in Oberflächengewässern
Eintragspfade, Nutzungskonflikte und Gesundheitsgefährdung

ISBN 978-3-8322-9840-1, Deutsch, Paperback, 214 Seiten, 24,0 x 17,0 cm, 378 g, 51 Abbildungen, 39,80 €

Zusammenfassung:

Die hygienische Trinkwasseraufbereitung und Abwasserentsorgung in Deutschland haben stark zur Reduzierung der Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch wasserübertragene Krankheitserreger beigetragen. Dennoch kann die Wasserqualität durch den Eintrag von Mikroorganismen aus Punkt- oder diffusen Quellen beeinträchtigt werden. Fäkalbürtige Bakterien der Gattung Campylobacter finden sich regelmäßig in Oberflächengewässern. Sie können bereits in geringen Konzentrationen v. a. bei Kindern Durchfallerkrankungen mit teilweise schweren Verläufen induzieren. Die Studie schließt die Lücke einer bisher ausstehenden Risikoevaluierung von räumlich differenzierten Einzugsgebieten, verschiedenen Abwasserbehandlungen und einer bevölkerungsbezogenen Gesundheitsgefährdung für diese Bakterien.

Fließgewässer in vier Einzugsgebieten wurden auf das Auftreten von Campylobacter und weiteren hygienisch-mikrobiologischen Indikatorparametern sowie chemisch-physikalischen Kenngrößen untersucht. Zusätzlich wurden Proben an sechs Kläranlagen und an zwei Entlastungsbauwerken während Mischwasserabschlägen nach Starkregenereignissen gewonnen. Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede der Campylobacterkonzentrationen je nach maßgeblicher Oberflächennutzung im Einzugsgebiet, Ausbaugrad der Kläranlagen und Wetterbedingungen. Daraus ergeben sich Konflikte und Infektionsrisiken bei der Gewässernutzung zur Trinkwassergewinnung, zu Freizeitzwecken und als Tränken-/Bewässerungswasser. Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung von Gesundheitsgefährdungen durch Campylobacter bei der Nutzung von Oberflächenwasser.

 

geplante Titel

Silvia Schäffer-Gemein: Naturerfahrungen und Gesundheit
Motorische Fähigkeiten, subjektive Gesundheitseinschätzungen und Einblicke in den Alltag von Waldkindergartenkindern

 

Bezugsquellen

 

Shaker Verlag GmbH
Am Langen Graben 15a
52353 Düren

 

https://www.shaker.de

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Schriftleitung

Sollten Sie als Autor Interesse an einer Publikation in der GGF haben, so nehmen Sie bitte Kontakt mit der Schriftleitung auf.

Juliane Kemen und Dr. Silvia Schäffer-Gemein

Schriftleitung Geographische Gesundheitsforschung (GGF)
IHPH – Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit/Public Health
GeoHealth Centre
WHO CC for Health Promoting Water Management and Risk Communication

Universität Bonn
Venusberg-Campus 1
Thofern Haus (Gebäude 64)
53127 Bonn
GERMANY

Email: juliane.kemen@ukbonn.de oder silvia.schaeffer@ukbonn.de

 

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